Tralala - und was die Grafikerin sagt

"Ich habe heut mal in deinen Blog reingeschaut..."
Vielsagend schweigt mich Gerda Grafikerin über ihren Brillenrand an.

Ja, Gerda, ich gebe es zu: ich hab immer noch nichts geschrieben!

Meine Ausflüchte sind vielseitig.
"Urgx, ja, hm, äh, ich hatte noch keine Zeit. Und das Password hab ich auch vergessen. Und auf der Seite kenne ich mich nicht aus...und vor allem: ich muss endlich mal meinen Arsch hochkriegen und da einfach was reintippseln."

Die Brille hinter dem Apple funkelt hintergründig.
"Schreib doch über den Mann in Berlin."

Weiß nicht, ob ich das mache: ich meine - da steckt momentan echte Emotion drinnen. Breitet frau die einfach so in einem Blogg aus?

"Hast doch früher bei dem Sching-Xing-Ding da auch Sachen geschrieben."

Recht hat sie. Vielleicht endlich mal meine Geschichten, die mir im Kopf rumgehen, zu Computer bringen, wenn schon nicht zu Papier. Soll – in anderer Form – Dickens ja angeblich auch so gemacht haben. Jeden Tag eine fixe Wortanzahl für ein Magazin. Danach: keine Korrekturmöglichkeiten mehr, sondern irgendwann wurde aus den einzelnen Tagen ein Roman von 800 Seiten, und irgendwie hat der's auch hinbekommen. Und leben musste er von seinen Wörtern auch noch (weshalb er ja angeblich auch immer so ausführlich beschrieben hat: jede Landschaftsbeschreibung war da sozusagen die Butter auf's Brot.)

Also, Frau Gerda: ich bleibe dran, versprochen!

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